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Allgemeine Handelsware

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Der Lehrmeister
von Oliver Pötzsch
Schwächelnde Fortsetzung 20. Januar 2020
von manu63
Mit Der Lehrmeister setzt der Autor Oliver Pötzsch seine Reihe rund um Johann Georg Faustus fort. Seit dem Ende des ersten Bandes Der Spielmann sind einige Jahre vergangen und Faustus zieht mit seiner Tochter Greta und Karl Wagner durchs Land. Sein Ruhm ist gewachsen und seine Rat ist gefragt, doch dann holt ihn seine Vergangenheit wieder ein.

Beim Lesen merkte ich das der Autor gut zur Historie recherchiert hat, er hat auch einen Hang zu ausführlichen Beschreibungen, die leider die Spannung drücken und langatmig werden. Auch wiederholten sich Ereignisse wie Überfall, Gefangennahme und Flucht. Was erst ganz munter beginnt wird im Laufe der Zeit immer zähfließender und ließ mich das Buch mehrfach aus der Hand legen und nach einer anderen Lektüre suchen. Die immer wieder aufkeimenden Dispute fand ich auch eher zu viel des Guten, da wäre eine straffere Erzählweise besser gewesen. Den Schluss fand ich etwas zu dick aufgetragen und dadurch nicht so richtig nachvollziehbar. Insgesamt ein schwächeres Buch als der erste Teil, der mir gefallen hatte.
Ein wirklich gelungenes und durchdachtes Debüt 20. Januar 2020
Klappentext:
Nach einer großen Katastrophe sind die USA zu den Gläsernen Nationen geworden. Endlich ist Schluss mit Diskriminierung, Populismus und impulsiven Entscheidungen! Die Menschen werden in Ratio oder Senso eingeteilt – und zu ihrem eigenen Schutz unterliegen die Emotionalen strengen Auflagen.
Als die 16-jährige Skye zu ihrer Testung einberufen wird, ist sie überzeugt, als mustergültige Rationale erkannt zu werden, der eine glänzende Zukunft bevorsteht. Doch die Prüfungen sind verstörend, und Skye fragt sich immer häufiger, welchem Zweck sie in Wahrheit dienen. Wer ist der mysteriöse Testleiter, der ihr auf Schritt und Tritt folgt? Und wohin verschwinden die Mädchen, die im täglichen Ranking abfallen? Zu ihrem Entsetzen muss Skye erkennen, wer in den Gläsernen Nationen den Preis für die neue Ordnung zahlen soll: sie selbst …

Ich bin ein unglaublicher Fan von Büchern, die einen zum Nachdenken bringen und "Falling Skye - Kannst du deinem Verstand trauen" ist eines dieser Bücher, bei dem man nicht nur ins Nachdenken gerät, sondern bei dem es einem auch eiskalt den Rücken runter läuft, weil genau solch ein Szenario jeder Zeit tatsächlich passieren kann. Wie auch im Nachwort von der Autorin vermerkt, schleichen sich auch in der Realität Anzeichen solch eines Szenarios ein und darum ist es einfach wichtig, dass es Menschen gibt, die für unsere Recht einstehen und kämpfen.

Hier ist Skye diejenige, die unteranderem im Mittelpunkt des ganzen steht und schon von Anfang an mochte ich sie, weil sie manche Dinge einfach hinterfragt hat, auch wenn man es nicht sollte. Es war absolut spannend zu lesen, was Skye bei der Testung erlebt und ich habe mit ihr mitgefiebert, als sie nach und nach hinter das Geheimnis der Testung kam. Lina Frisch schreibt wirklich toll und ich war von Anfang an in dem Setting gefangen, weil es einfach so erschreckend real ist. Zwar konnte man manches erahnen, aber dennoch hat dies nicht meinen Lesefluss und mein Leseerlebnis gestört.

Für mich ein wirklich starkes, durchdachtes und gelungenes Debüt. Ich freue mich schon unglaublich auf die Fortsetzung (Die Reihe ist zum Glück nur eine Diologie und Teil zwei erscheint voraussichtlich noch im Herbst 2020)

1794
von Niklas Natt och Dag
Ein neuer Fall für Jean Michael Cardell 20. Januar 2020

Inhalt:
Cardell wird von einer Frau beauftragt, den Mörder ihrer Tochter zu suchen. Für das Verbrechen sitzt der Ehemann in der Irrenanstalt, doch die Frau ist von seiner Unschuld überzeugt.

Meine Meinung:
„1794“ ist die Fortsetzung von „1793“, aber leider nicht ganz so gut gelungen. Wie der Vorgänger ist das Buch in 4 Teile untergliedert, wovon der erste sich ziemlich uninteressant in die Länge zieht. Jean Michael Cardell tritt erst ab dem 2. Teil auf den Plan, und ab da nimmt die Geschichte dann auch Fahrt auf und wird spannend. Der 1. Teil ist zwar notwendig als Vorgeschichte, hätte aber erheblich gekürzt werden können.

Die brutalen und dreckigen Zustände in Stockholm werden wieder deutlich dargestellt. Das Böse lauert überall, wobei sich einer ganz besonders hervortut. Zart besaitet sollte man wahrlich nicht sein. Die Beschreibungen der Gräueltaten sind drastisch und detailliert.

Neben dem Verbrechen und den zugehörigen Ermittlungen werden auch viele private Umstände und Probleme der Protagonisten angesprochen, die in meinen Augen die Handlung noch abrunden.

Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Die Wechsel erzeugen zusätzliche Spannung und bieten den Lesenden ein umfassendes Bild des Geschehens.

Fazit:
Nach einem eher zähen Beginn nimmt die Handlung schließlich Fahrt auf und entwickelt sich dann interessant und spannend. Etwas schwächer als der Vorgänger-Band.