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Secret Keepers 2: Zeit der Jäger

Secret Keepers 2: Zeit der Jäger

Trenton Lee Stewart

E-Book (EPUB)
2019 Thienemann Verlag in der Thienemann-Esslinger Verl
288 Seiten; ab 10 Jahre
ISBN: 978-3-522-61097-1

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Kurztext / Annotation
Atemberaubender Abenteuerroman für Kinder ab 10 Jahren

In letzter Sekunde kann Reuben sich vor dem Ertrinken retten. Er und Penny beschließen, den Schatten zu jagen und ihm die Uhr zu stehlen. In dem düsteren Anwesen des Schattens entdecken die drei, dass das gesamte Erdgeschoss mit einem ausgeklügelten System aus im Boden versteckten Falltüren ausgestattet ist. Als plötzlich der Schatten auftaucht, beginnt eine nervenaufreibende Verfolgungsjagd, bei der sowohl der Schatten als auch Reuben unsichtbar und blind sind. Am Ende gelingt es dem Schatten, Reuben die Uhr abzunehmen. Doch inmitten seines größten Triumphes tritt er selbst auf eine der Falltüren. Jetzt offenbart sich das ganze Geheimnis der Uhren.

Trenton Lee Stewart, geboren 1970 in den USA, publizierte seit seinem Abschluss des renommierten Autorenworkshops der University of Iowa Bücher für Kinder und Erwachsene und war zudem als Dozent im Bereich Kreatives Schreiben tätig. Der erste Band seiner Kinderbuchreihe "Die geheime Benedict-Gessellschaft" wurde in den USA u. a. in die Auswahl "Best Book of the Year" des "School Library Journal" aufgenommen, die Reihe war auch in Deutschland ein großer Erfolg. Trenton Lee Stewart lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Little Rock in Arkansas, USA.

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

DIE GEISTER ANDERER KINDER

Ruben saß auf dem Boden der kleinen Felskammer unter dem Meer und wurde sich langsam der Tragweite seiner soeben gefällten Entscheidung bewusst. Er hatte zwar noch keine Ahnung, wie er an die Uhr des Schattens gelangen sollte. Aber er war absolut sicher, dass er es versuchen musste.

Seine Mutter würde er niemals davon überzeugen können, aus New Umbra zu fliehen. Sie hatte zu hart daran gearbeitet, ihnen in der Stadt ein Leben aufzubauen. Sie würde nicht riskieren, alles aufzugeben - nicht ohne Job -, und nicht, wenn sie dem Schatten die Uhr einfach aushändigen konnte und die Sache aus ihrer Sicht damit erledigt wäre. Ihrer Ansicht nach die sicherste und beste Variante, um Ruben zu beschützen. Doch damit lag sie falsch, dachte Ruben. Er musste sie beschützen.

Also würde er den Spieß umdrehen und versuchen, dem Schatten die Uhr abzunehmen. Ohne Penelopes Brief hätte er das nie begriffen, doch die Gerüchte, die sich um den Schatten als mysteriöses, allsehendes Phantom rankten - was sollte denn anderes dahinterstecken als eine Uhr wie die von Ruben? Wer auch immer der Schatten war, er war nichts weiter als ein Mann, der sich unsichtbar machen konnte und diese Fähigkeit zu seinem Vorteil nutzte. Wenn Ruben mithilfe seiner eigenen Uhr die Uhr des Schattens stahl, würde er ihm nicht nur diese Fähigkeit nehmen, sondern auch alle damit einhergehende Macht.

Genau, dachte Ruben immer aufgeregter, wenn er den Schatten als Betrüger entlarvte, würden der Botschafter und die Späher sich gegen ihn auflehnen und die Suche nach Ruben und der Uhr abblasen. Seine Mom und er wären in Sicherheit. Dann hätten sie zwar immer noch kein Geld, aber er hätte immer noch seine Uhr. Und mit der Uhr würde er nach und nach einen Weg finden, an Geld zu kommen. Mit der Uhr war er zu allem fähig.

Zum Beispiel den Herrscher von New Umbra zu stürzen, dachte Ruben, erstaunt über seine Idee. Warum nicht? Aus der Ferne erschien der Plan recht einfach. Der Teufel steckte im Detail. Damit musste er sich später beschäftigen.

Ruben richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Penelopes Brief. Am liebsten hätte er ihn abgeschrieben. Er wollte ihn nicht mitnehmen, sondern für die Meyers zurücklassen - sie hatten eine Erklärung verdient. Penelope würde ihnen alles erklären. Ruben selbst wäre zu dem Zeitpunkt schon lange fort, niemand könnte ihn aufhalten.

Wenn er doch auch über Pennys außerordentliche Begabung, sich Worte zu merken und wiederzugeben, verfügte! Dann fiele es ihm nicht so schwer, den Brief auswendig zu lernen. Nachdem er einige frustrierende Minuten mit dem ersten Absatz verbracht hatte, änderte er seine Vorgehensweise und konzentrierte sich auf den wirklich wichtigen Teil des Briefes - die Worte, die dem genialen Erfinder zugeschrieben wurden und die sich auch Penelope selbst vor vielen Jahren eingeprägt hatte.

Ruben hatte Schwierigkeiten, sich die Unsterblichkeit vorzustellen, und vielleicht übte sie auch aus genau diesem Grund keine besondere Anziehungskraft auf ihn aus. Oder er war einfach zu jung dafür, denn er wusste, dass Erwachsene diesen Gedanken unglaublich verlockend fanden. Schließlich existierten unzählige Geschichten von Leuten auf der Suche nach einem Jungbrunnen. Für jemanden wie den Schatten - jemanden, der seine Macht in vollen Zügen auskostete - musste die Vorstellung unwiderstehlich sein. Er könnte für immer über New Umbra herrschen. Ruben nahm sich vor, die Legende in- und auswendig zu lernen, denn der Schatten kannte sie mit Sicherheit ebenfalls.

Er konzentrierte sich mit aller Kraft auf die Worte, und erst als er sicher war, dass er den Text vollkommen beherrschte, wandte er seine Augen von dem Blatt. Im gleichen Moment schien eine Art Bann zu brechen und Ruben beschlich ein ungutes Gefühl.

Wie lange saß er hier eigentlich schon? Er versuchte die Zeit abzuschätzen, die er für die Suche nach dem Tu