Wir verwenden Cookies, um Ihnen die bestmögliche Nutzererfahrung auf unserer Website zu bieten und erlauben das Setzen von Drittanbieter-Cookies. Durch die Nutzung unserer Website stimmen Sie zu, dass Cookies auf Ihrem Gerät gespeichert werden. Weitere Informationen zu den verwendeten Cookies, und zu ihrer Deaktivierung finden Sie hier.

Suche

Flood

Flood

Vivien Summer

E-Book (EPUB)
2019 Impress
345 Seiten; ab 14 Jahre
ISBN: 978-3-646-60495-5

(0 Rezensionen) - Rezension verfassen


€ 4,99

in den Warenkorb
  • EPUB sofort downloaden
    Downloads sind nur in Österreich möglich!
  • Versandkostenfrei (Inland)
Kurztext / Annotation
Lass dich von der Flut deiner Gefühle mitreißen...
Schon seit ihrer frühesten Kindheit lebt Alyssa in einer Lager-Stadt des verlassenen Kontinents Australien und trainiert zusammen mit anderen Jugendlichen ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten. Wie die anderen um sie herum gehört sie zu den sogenannten "Diamanten", den besonderen Menschen, die gleich zwei Elemente beherrschen, in ihrem Fall das Wasser und die Luft. An ihre Familie erinnert sie sich nur bruchstückhaft, sie weiß nur, dass sie irgendwo da draußen sind und womöglich immer noch auf ihre Rückkehr warten. Doch eine Flucht scheint undenkbar, bis sie ein unvorhergesehener Fall von einer Klippe wieder mit ihrem ehemals besten Freund Kian zusammenbringt. Dem Jungen, den sie am meisten meidet und der doch der Einzige ist, der ihr helfen kann...

//Alle Bände von Vivien Summers bittersüßen Dystopie-Welt:
--Spark (Die Elite 1)
--Fire (Die Elite 2)
--Blaze (Die Elite 3)
--Dust (Die Elite 4)
-- Die Elite-E-Box (E-Book-Gesamtausgabe)
-- Flood (Die Diamanten 1)
-- Anchor (Die Diamanten 2)//

Vivien Summer wurde 1994 in einer Kleinstadt im Süden Niedersachsens geboren. Lange wollte sie mit Büchern nichts am Hut haben, doch schließlich entdeckte auch sie ihre Liebe dafür und verfasste während eines Freiwilligen Sozialen Jahres ihre erste Trilogie. Für die Ausbildung zog sie schließlich nach Hannover, nahm ihre vielen Ideen aber mit und arbeitet nun jede freie Minute daran, ihr Kopfkino zu Papier zu bringen.

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet

Prolog

Jahr 2637

Der Herzalarm war die schönste Melodie, die Julienne je gehört hatte. Jedes Mal, wenn er erklang, flutete Vorfreude ihre Adern und ließ sie für einen Moment vergessen, dass ihr eigenes Kind dort liegen könnte - vorausgesetzt, sie hätte überhaupt eins. Aber da das sowieso nie infrage kommen würde, machte sie sich gar nicht erst die Mühe, Mitleid zu haben.

Weder als sie ins Krankenzimmer stürzte, in ihrem Kittel gekleidet und von Schwestern gefolgt, noch als sie einen Blick auf die besorgten Eltern warf.

"Es tut mir leid, aber Sie müssen das Zimmer verlassen", sagte sie in einem Ton, den sie sich schon seit Monaten antrainierte. Von Mal zu Mal wurde sie besser und es schien, als kaufte man ihr die Sorge um das Kind ab. Manchmal hätte sie sich dafür selbst auf die Schulter klopfen können.

Die Mutter, eine junge Frau mit rot unterlaufenden Augen, presste sich die Faust gegen den Mund, schluchzte und wehrte sich gegen die Griffe ihres Mannes. Mithilfe einer weiteren Schwester schaffte er es aber, sie nach draußen auf den Flur zu bringen.

Kaum war die Tür verschlossen, die Vorhänge zugezogen, beendeten die Schwestern ihre schauspielerische Glanzleistung und stellten die Notfallmaßnahmen ein. Was auch immer mit dem Mädchen gerade nicht stimmte, helfen könnte man ihr sowieso nur auf eine Weise. Und das war Juliennes Lieblingspart.

"Zugang vorbereiten", befahl sie der blonden Schwester, die sofort den Schlauch des Infusionsbeutels abdrehte und ihn durch einen neuen ersetzte.

Julienne trat näher an das Bett. Nur das raschelnde Kramen der Schwestern und das Piepen des Monitors, das wie ein letzter Schrei um Hilfe klang, durchbrach die Ruhe im Krankenzimmer.

"Du da, ich brauche ein Update. Und mit ein bisschen mehr Tempo bitte", verlangte sie mit einem ungeduldigen Schnippen. Heilige. Wieso war diese dumme Gans denn nicht längst dabei, die Akte vorzulesen?

Für den Hauch einer Sekunde warf ihr Julienne einen prüfenden Blick zu und überlegte, ob sie sie schon einmal gesehen hatte oder ob sie neu war. Aber als die Schwester mit dünner Stimme zu sprechen begann, wurde es ihr egal, wer sie war.

"Die Patientin wurde vor acht Tagen mit den typischen Symptomen der Gengrippe eingewiesen. Fieber, Störung der Blutgerinnung, Atemnot, erhöhter Blutdruck, vermindertes Sehvermögen, trockener -"

"Komm auf den Punkt."

Die Schwester stolperte kurz beim Sprechen, fing sich aber schnell wieder. "Befindet sich seit vier Tagen auf der Intensivstation, keine Besserung. Die Patientin ist sechs Jahre alt und hat Stadium dreizehn erreicht. Sauerstoffsättigung liegt bei fünfundsiebzig Prozent, Herzfrequenz bei dreihundertsechzig Schlägen pro Minute."

"Kammerflimmern", bestätigte Julienne das, was sie bereits auf den Bildschirm gesehen hatte. "Es ist perfekt."

Ihr Blick wanderte über das Mädchen, das gerade sinnlos um ihr Überleben und gegen die Nebenwirkungen kämpfte, die E4 in einigen Fällen auslöste - es war das Serum der Gentherapie. Das Serum, das im besten Fall für die Entstehung von metaphysischen Fähigkeiten verantwortlich war.

Feuer. Wasser. Erde. Luft.

Welches Element hättest du beherrschen können, kleines Mädchen? Welche wirst du beherrschen können?

Vorsichtig, als könnte ihr Gesicht unter dem sanften Druck ihres Fingers wie dünnes Glas splittern, strich sie dem Mädchen eine dunkelblonde Haarsträhne aus dem Gesicht. Sie wellte sich leicht, war feucht von Schweiß, der auf der kleinen Stirn und den blassen Wangen wie winzige Regentropfen glänzte.

Julienne wartete darauf, dass sie etwas empfand. Dass ihr Herz stach, ihr Magen absackte - aber nichts dergleichen geschah. Der Panzer, der sich schon seit Jahren in ihrem Inneren ausgebreitet hatte, ließ keine Empathie zu. Kein schlechtes Gewissen, kein Mitleid.

Das hier war ihr Job. Der, den sie sich mühselig v