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Auswahlband Mörder-Kabinett September 2018

Auswahlband Mörder-Kabinett September 2018

Alfred Bekker

E-Book (EPUB)
2019 Uksak E-Books
600 Seiten
ISBN: 978-3-7389-2297-4

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Kurztext / Annotation
Auswahlband Mörder-Kabinett September 2018 von Alfred Bekker & A. F. Morland & Cedric Balmore & Wolf G. Rahn Dieses Buch enthält folgende Krimis: Alfred Bekker: Hinter dem Mond Cedric Balmore: Tardelli und die ehrenwerte Gesellschaft Alfred Bekker: Ein Profi gibt nicht auf Alfred Bekker: Das linke Bein Alfred Bekker: Der Kopf-Abhacker A.F. Morland: Ihr letztes Ding A.F. Morland: Beim Abschuss riss der Film Wolf G. Rahn: Ich bitte dich, tu dir nichts A.F.Morland: Da naht der Tod im Sambaschritt Bount Reiniger fliegt nach Brasilien, um sich einem neuen Fall zu widmen. Phil Harvey hatte ihn gebeten, seinen verschwundenen Sohn Norman zu suchen, der von der Brasilienreise nicht nach Hause zurückgekehrt ist. Kaum ist Bount in Rio de Janeiro gelandet und in seinem Hotel abgestiegen, wird er von einem Unbekannten gewarnt und aufgefordert, sofort wieder nach New York zurückzufliegen. Doch wer Bount Reiniger kennt, weiß, dass er keinen Rückzieher machen wird. Vielleicht hätte er es diesmal doch tun sollen ...

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet


K rimi von Alfred Bekker

© der Digitalausgabe 2015 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen

All rights reserved.

www . AlfredBekker . de

postmaster @ alfredbekker . de

Eine laue Julinacht Anno 1969

Da ist ein Raumschiff.

Da ist ein blutiges Messer.

Und da ist ein Junge, der tot im Gras liegt.

Das alles ist in der Erinnerung untrennbar miteinander verbunden.

Aber alles der Reihe nach...

I M JAHR 1864 STEHT Friedrich Wilhelm Kötter aus Ladbergen im Münsterland an Deck eines Schiffs, das gerade in den New Yorker Hafen einläuft und blickt seinem neuen Leben entgegen.

Der Mond geht auf und Kötter kann in diesem Augenblick nicht ahnen, dass man ein Jahrhundert später den Mond vor lauter Lichtern in der Stadt, die niemals schläft, gar nicht mehr zu sehen vermag.

Für noch weniger wahrscheinlich hätte Kötter die Möglichkeit gehalten, dass 1969 ein Mensch den Mond betritt.

Dass es sein Urenkel sein wird, der diesen großen Schritt für die Menschheit vollbringt, hätte er sich wohl nicht einmal vorzustellen vermocht.

"Das ist Amerika!", ruft einer der anderen, zerlumpten Auswanderer Kötter zu und klopft ihm auf die Schulter. "Sieh es dir an! Hier ist alles möglich."

Aber Kötter macht eine wegwerfende Handbewegung.

"Bauer bleibt Bauer!", meinte er "Auch hier."

E IN JAHRHUNDERT SPÄTER ...

Am 21. Juli 1969 ist keine Nacht wie andere Nächte. Überall sitzen die Menschen an den Fernsehern, sehen auf ein paar verwackelte Schwarzweißbilder und auf die klugen Gesichter von Raumfahrtexperten, die erläutern, was dort gerade zu sehen ist und herumorakeln, wie lange es wohl noch dauern wird, bis der Adler gelandet und Neil Armstrongs Fuß seinen Abdruck in den Mondstaub geprägt hat.

Überall versuchen weltraumbegeisterte Kinder und Jugendliche, die ihren Eltern die Erlaubnis abgetrotzt haben, diesen größten Moment der Menschheitsgeschichte live mitzuerleben, verzweifelt ihr Gähnen zu unterdrücken und nicht einzuschlafen, bevor der große Moment gekommen ist.

Überall...

Aber da gibt es ein kleines Dorf im Münsterland, das diesem zwang zur kollektiven andachtsvollen Menschheitsverbrüderung widersteht. Ein Dorf, das zum Mantel der Geschichte sagt: Geh mir aus den Augen und streife mich ja nicht! Ein Dorf, dessen größter Sohn gerade die größte Tat der Menschheitsgeschichte vollendet und dabei der Versuchung widersteht hinzuschauen.

Denn als Neil Armstrong, der Urenkel eines gewissen Friedrich Wilhelm Kötter aus Ladbergen sich gerade bei seinem berühmten Satz verhaspelt, als er von einem kleinen Schritt für einen Menschen, aber einem Riesenschritt für die Menschheit spricht, ist in der Bauernschaft Ladbergen-Wester Schützenfest. Und wer käme schon auf die Idee, das wichtigste Ereignis des Jahres zu verschieben. Selbst das Ereignis des Jahrhunderts - ja, des Jahrtausends! - wird daran nichts ändern.

In Ladbergen-Wester sitzt niemand vor dem Fernseher.

Fast niemand.

Nur ein fünfjähriger Junge sieht fern. Er hat sich den Wecker gestellt, der ihn alle zehn Minuten aufschrecken lässt, damit er nicht einschläft. Er gähnt und sieht auf den Fernsehschirm, wo ein Mann im kobaltblauen Anzug und mit wichtiger Miene gerade sagt: "Wir bekommen jetzt gerade Neuigkeiten aus Houston..."

Er heißt Ralf und seine Eltern sind nicht zu Hause, sondern sitzen zusammen mit dem Rest der erwachsenen Dorfbevölkerung im Festzelt. Und die Kinder schlafen. Manche vor Erschöpfung, weil sie vorher soviel Unsinn gemacht haben und herumgetobt sind, weil niemand da war, um es zu verbieten.

Vielleicht hat auch von denen der eine oder andere davon geträumt, sich die Mondlandung anzusehe