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Kurschatten/Strandläufer

Kurschatten/Strandläufer

Zwei Romane in einem Band | Gisa Pauly

E-Book (EPUB)
2019 Piper ebooks
924 Seiten
ISBN: 978-3-492-98474-4

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Kurztext / Annotation
Leicht-locker-beschwingt: Hier kommt Mamma Carlotta - Zwei Fälle der charmanten Ermittlerin in einem Doppelband zum attraktiven Preis

Kurschatten

Tumult im Kurgebiet: Während Carlotta genüsslich dem Kurkonzert lauscht, stürzt sich nebenan eine Frau vom Balkon! Einmal mehr fühlt sich Carlotta berufen, sich in die Ermittlungsarbeit ihres Schwiegersohns Erik einzumischen, denn die Schwester der Toten ist nicht nur Bauherrin eines Großprojekts, das Carlotta unbedingt verhindern will, sie hat auch nichts Besseres zu tun, als Erik schöne Augen zu machen. Mamma Carlotta ist empört!

Strandläufer

Als sie auf Sylt Paul kennenlernt, ist Mamma Carlotta sofort hingerissen von dem weltmännischen Charmeur, der ihr so ungeniert den Hof macht. Sogar als Maler versucht er sich, aber was Pauls künstlerisches Talent angeht, ist Carlotta eher skeptisch. Als sie ihrem Schwiegersohn Erik – seines Zeichens Kriminalhauptkommissar von Sylt – von ihrem neuen Schwarm berichtet, wittert der einen Zusammenhang zu einem Kunstraub. Ist Paul ein anderer, als er vorgibt, oder hat er gar mit dem Mord an einem bekannten Talkmaster zu tun?

Gisa Pauly hängte nach zwanzig Jahren den Lehrerberuf an den Nagel und veröffentlichte 1994 das Buch "Mir langt's - eine Lehrerin steigt aus". Seitdem lebt sie als freie Schriftstellerin, Journalistin und Drehbuchautorin in Münster, ihre Ferien verbringt sie am liebsten auf Sylt oder in Italien. Ihre turbulenten Sylt-Krimis um die temperamentvolle Mamma Carlotta erobern regelmäßig die SPIEGEL-Bestsellerliste, genauso wie ihre erfolgreichen Italien-Romane. Gisa Pauly wurde mehrfach ausgezeichnet, darunter mit dem Satirepreis der Stadt Boppard und der Goldenen Kamera des SWR für das Drehbuch "Déjàvu".

Beschreibung für Leser
Unterstützte Lesegerätegruppen: PC/MAC/eReader/Tablet


D as Bistro nannte sich Sportlerklause und gehörte zu den Lokalitäten, die nur gemütlich sind, wenn sie voll besetzt sind. In der Sportlerklause gab es nur einen einzigen Tisch, an dem fünf Männer saßen, entsprechend kühl war die Atmosphäre in dem Bistro, das Ludo Thöneßen in seine Squashhalle integriert hatte. Das Interieur war nicht mehr zeitgemäß, die dunklen Bodenfliesen, die holzvertäfelten Decken und die rustikalen Möbel schlugen manchen potenziellen Gast schon an der Eingangstür in die Flucht.

Erik und Sören nickten einen Gruß zu der fünfköpfigen Runde, die aus Wenningstedter Bürgern bestand, die jeder kannte. Der Inhaber eines Fahrradverleihs, ein Hotelier, der Betreiber einer kleinen Pension, der Besitzer mehrerer Ferienwohnungen und ein Angestellter der Kurverwaltung. Sie alle waren Mitglieder der Bürgerinitiative "Verraten und verkauft", das wusste Erik, denn jeder von ihnen hatte schon den Versuch gemacht, auch den Kriminalhauptkommissar der Insel für diese Gemeinschaft zu gewinnen. Bisher vergeblich. Erik ließ sich nicht gern in wöchentliche Treffen, Jahreshauptversammlungen, Vorstandswahlen und Vereinsarbeit zwängen. Und mit dem leidenschaftlichen Engagement seiner Kinder war das Soll seiner Familie schließlich erfüllt.

Hinter der Theke arbeitete Jacqueline Hansen, die ebenfalls jeder kannte. Sie war auf Sylt geboren und hatte während ihrer Schulzeit immer davon geredet, dass sie die Insel auf der Stelle verlassen würde, sobald sie ihren Abschluss in der Tasche habe. Soviel Erik wusste, hatte sie es aber lediglich in Husum vier Wochen ausgehalten und einen Job in München gar nicht erst angetreten. Nun war sie Mitte zwanzig, redete immer noch davon, woanders Karriere zu machen, und hatte den Job im Squashcenter nur angenommen, weil sie ihn von heute auf morgen hinwerfen konnte, wenn sich eine interessante Alternative weit weg von Sylt bieten sollte. Erik war sicher, dass Jacqueline noch in zehn Jahren hier arbeiten würde, vorausgesetzt, das Squashcenter hielt sich so lange.

Danach sah es allerdings nicht aus. Nachdem Erik zwei Bier bestellt hatte, fragte er Jacqueline: "Ist der Laden immer so leer?"

Sie begann zu zapfen. "Ich bin nur noch hier, weil ich Ludo nicht im Stich lassen will."

Einer der fünf Männer rief: "Jacqueline, wo ist dein Chef? Wir sind hier mit ihm verabredet!"

Und ein anderer ergänzte: "Wir sind nicht zum Vergnügen hier. Es geht um die Demo gegen Matteuer-Immobilien!"

Jacqueline zuckte mit den Achseln. "Den Chef habe ich seit Freitag nicht gesehen. Am Wochenende hat er sich nicht blicken lassen."

Erik sah Sören fragend an, dann erkundigte er sich: "Thöneßen wird vermisst?"

Jacqueline lachte. "So würde ich das nicht nennen. Seit seine Frau ihn verlassen hat, wandelt er gelegentlich auf Freiersfüßen. Macht nichts! Ich habe ja einen Schlüssel. Er weiß, dass der Laden weiterläuft."

Erik wunderte sich: "Er bleibt einfach ein paar Tage weg?"

Jacqueline stellte die Biergläser vor Erik und Sören hin. "Bisher hat er eigentlich immer Bescheid gesagt."

"Sie haben also keine Ahnung, wo er ist?"

"Sein Auto steht jedenfalls nicht auf dem Parkplatz."

Sören prostete seinem Chef zu, Jacqueline kümmerte sich um die fünf Aquavit, nach denen die Herren am Tisch verlangt hatten. "Seit Sila Simoni ihn verlassen hat", sagte Sören leise, "ist Ludo nicht mehr der, der er mal war. Erst dachte man ja, er fängt sich wieder. Aber es geht immer weiter mit ihm bergab."

Der Besitzer des Fahrradverleihs begann zu schimpfen. "Ich habe schon x-mal auf seinem Handy angerufen. Wieso geht der nicht ran?"

Die Frage war an Jacqueline gerichtet, aber sie gab keine Antwort. Wahrscheinlich hatte sie schon mehr als einmal erklärt, dass ihr über den Aufenthaltsort ihres Chefs nichts bekannt war.

Erik drehte den Männern den Rücken zu und legte die Unterarme auf die Theke. "Kennen Sie