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Das drucken Sie aber nicht!

Das drucken Sie aber nicht!

Die besten Interviews | Sven Michaelsen

Hardcover
2018 Piper
Auflage: 1. Auflage
400 Seiten; 210 mm x 135 mm
ISBN: 978-3-492-05840-7

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Besprechung
"(...) eine spannende, unterhaltsame und skurrile Sammlung vieler Interviews, die Michaelsen im Laufe seiner Karriere (...) geführt hat. (...) Intime Details und lustige Anekdoten inklusive.", Wiener Bezirksblatt, 04.06.2018

Kurztext / Annotation
"Mit seinen Interviews schadet Sven Michaelsen der Dummheit"
Peter Sloterdijk

Langtext
Keinen Satz hört Sven Michaelsen öfter als: "Das drucken Sie aber nicht!" Doch jedes Mal siegt die Sehnsucht der Interviewten, vor den Spiegel zu treten und sich darüber klar zu werden, wie sie wurden, wer sie sind. Und so erzählt der Schauspieler Rupert Everett von seiner Vergangenheit als Callboy. Der Publizist Fritz J. Raddatz erinnert, wie ihn mit elf Jahren die eigene Stiefmutter vergewaltigt. Der Kunst-Tycoon Simon de Pury fragt sich, ob man ein Bild lieben kann, dessen Schöpfer ein Scheusal ist. Jeff Koons durchlebt noch einmal seine Schlammschlachten mit der Pornofilmerin Cicciolina. Peter Handke begründet, warum er Journalisten ohrfeigt. Und sein Lektor offenbart, wieso er Schriftsteller für Kotzbrocken hält. Der Leser erlebt eine ebenso lehrreiche wie hoch amüsante Bildungsreise zu Hirn, Herz und Unterleib der prägenden Figuren unserer Gegenwart.

Michaelsen, Sven
Sven Michaelsen studierte Literatur und Geschichte, war zwanzig Jahre lang Reporter und Autor beim »Stern« und schreibt heute meist für das »SZ-Magazin«. Sein Markenzeichen sind porträtierende Gespräche mit den Leitfiguren und Idolen unserer Zeit. Mit seinem Buch »Starschnitte« begeisterte Michaelsen Leser wie Kritiker. Der Schriftsteller Rainald Goetz schrieb: »Ein unglaublich gutes Buch mit furiosem Tempo. Jeder Satz ein Treffer.« Peter Lückemeier von der »FAZ« urteilte: »Ein wunderbares Buch, das ich nachdrücklich zur Lektüre empfehle.«Über Michaelsens 2012 erschienenes Buch »Ist Glück Glückssache?« meinte der Bestsellerautor Florian Langenscheidt: »Deutschlands bester Interviewer hat ein ebenso inspirierendes wie spannendes Buch geschrieben - einfach sensationell!«Ebenfalls 2012 erschien »Wendepunkte« von Michaelsen. Der Schriftsteller Paul Nizon schrieb: »Eine immens faszinierende Skalp-Sammlung der spannendsten Figuren unserer Zeit. Mehr muss man über die Hirne von unsereins nicht wissen.«Über Michaelsens jüngstes Buch »Das drucken Sie aber nicht!« urteilte der Philosoph Peter Sloterdijk: »Mit seinen Interviews schadet Michaelsen der Dummheit.«

Intensive Gespräche 19. April 2018
So ein intensives Interviewbuch habe ich noch nicht gelesen.
Interviews lese ich gerne, gerade über Menschen, die mich interessieren, aber meist ist es doch so, dass die Antworten wohlüberlegt und schon im Vorfeld entschärft sind. Deswegen ähneln sich verschiedene Interviews sehr und sind austauschbar.
Dass hier die Prominenten, meist Künstler oder Leute aus dem Literaturbetrieb mit außergewöhnlicher Vergangenheit, so aus sich herausgehen, hat den Effekt dass man sich kaum vom Buch lösen kann. Dennoch empfiehlt es sich, die Interviews nicht einfach hintereinander weg zu lesen sondern wohl dosiert, damit die Wirkung nicht verpufft.
Sven Michaelson stellt in seinen Interviews für das SZ-Magazin nicht einfach fragen, er führt Gespräche und manchmal lässt er auch nicht locker. Er weiß, wie er die Menschen nehmen muss.
Mich haben zum einen die Interviews sehr interessiert, die mit dem deutschen Literaturbetrieb zu tun haben und so tauchen auch Zusammenhänge in den Interviews mit den Schriftstellern wie Paul Nizon oder Peter Handke oder z.B. ihrem Lektor auf.
Spannend auch, was Douglas Coupland sagt, den man hier als Schriftsteller kennt, der sich aber eigentlich als Künstler sieht.
Einige Interviews sind so packend, dass auch aus den Branchen, die man nicht so kennt, sich einiges enthüllt, z.B. über Auktionatortätigkeit oder Restaurantkritiker.
Schauspieler hingegen scheinen in ihrer eigenen Scheinwelt zu leben. Rupert Everett erschien mir reichlich zynisch. Ein Philosoph wie Peter Sloterdijk hingegen kommt sympathisch rüber.
Dann sind natürlich die Interviews bemerkenswert mit Menschen, die die deutsche Vergangenheit überlebt haben und doch nie vergessen, Ruth Klüger und Niklas Frank.
In diesem Buch ist auch das preisgekrönte Interview mit Raddatz enthalten, vielleicht der Höhepunkt des Buches.

Fazit: Ein sehr intensives und lesenswertes Buch!