Netzwerker, Liebling der Herrschenden, Unternehmer, dessen Entwürfe und Ideen von der Werkstatt perfekt ausgeführt werden, die Werke und Ideen seiner Zeitgenossen immer im Blick und für eigene Projekte weiterentwickelnd. Nein es geht um keinen zeitgenössischen Künstler: So modern schildert Ulrich Pfisterer Raffael in der zu dessem 500. Todestag erschienenen Monographie, in der er die künstlerische Entwicklung, vor allem aber die kurze Karriere des Ausnahmekünstlers in Rom anhand von dessen Werken und Dokumenten seiner Zeitgenossen beschreibt. Ob in den Wandmalereien, Altargemälden oder in Porträts: Auf Basis des Antikenstudiums werden die traditionellen Sujets bzw. die Neuerungen seiner Kollegen/Rivalen weiterentwickelt und zur Perfektion geführt, überzeugende Bewegungen und Emotionen dargestellt.