Die revolutionär-neuartige Kunst des beginnenden 17. Jahrhunderts in Rom ist Thema dieser Publikation, die begleitend zur Ausstellung im Kunsthistorischen Museum Wien erscheint. Der Maler Michelangelo Merisi da Caravaggio und der Bildhauer Gianlorenzo Bernini waren die führenden Persönlichkeiten, die mit ihrer neuartigen Ausdrucksweise und ihrem unkonventionellen Lebensstil für Furore sorgten. Die künstlerischen Umwälzungen, die in der Heiligen Stadt von 1600 bis 1640 stattfanden, hatten weitreichende Auswirkungen auf ganz Europa. Die Stadt wurde zu einem Anziehungspunkt für zahlreiche talentierte Künstler, die aus Florenz, Neapel und der Lombardei, aber auch aus Frankreich und den Niederlanden kamen. Charakteristisch für die Epoche des Frühbarocks ist die neue Zusammenarbeit unter den Künstlern, Skulptur und Malerei stehen im Dialog. Rund 70 Werke dokumentieren das Neue in der barocken Kunst, die Darstellung von menschlichen Gefühlen: Wunderbares & Staunen, Entsetzen & Schrecklichkeit, Liebe, Vision, Leid & Mitleid, Lebhaftigkeit, Bewegung & Aktion und Scherz werden in der Schau in Form von Malerei und Skulptur erlebbar. Die Gemälde und Skulpturen weiterer KünstlerInnen zeigen, wie Caravaggio und Bernini von ihren ZeitgenossInnen verstanden wurden.