Dostojewski besucht mit 40 zum ersten Mal Venedig und erfüllt sich damit einen Kindheitstraum. In einer persönlichen Krise erreichen ihn Schönheit und Lebendigkeit Venedigs aber nicht. Planlos umherirrend widerfährt ihm eine phantastische Begegnung: Der weltberühmte Komponist Gioachino Rossini lädt den im Westen noch unbekannten, zufällig vorbeischlendernden Autor zu einem Abendessen ein: Der barocke Genussmensch verzaubert den grüblerischen, schwermütigen Asketen an diesem Abend und in den drei folgenden Tagen mit Lebensfreude. Trotz ihrer charakterlichen Gegensätze, Rossini komponiert praktisch im Vorbeigehen, Dostojewskij müht sich beim Schreiben ab, erleben wir die Annäherung zweier hochsensibler Künstlerseelen: In den Gesprächen sind immer wieder Ideen und Anklänge an Werke Dostojewskis herauszulesen. Man möchte sofort seine gesamten Werke lesen und dazu die Musik von Rossini hören.